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Tinytag Datenlogger überwachen Höhlentemperaturen zur Klimaforschung

Die robusten Tinytag Datenlogger werden im Isverna-Höhlensystem in Südwest Rumänien zu Forschungszwecken eingesetzt, um die Übertragung von Klima Signalen von der Oberfläche in den Untergrund zu untersuchen.

Insgesamt wurden bei dieser Studie Tinytag Plus 2 Datenlogger eingesetzt, mit dem Ziel, die von den Stalagmiten in den Höhlen dokumentierten Klimaveränderungen zu rekonstruieren.

Geleitet wurde das Forschungsteam der Höhlenforscher des Emil Racoviță Instituts in Bukarest von Dr. Virgil Drăgușin.

Die Höhlen sind ein sogenanntes Karstsystem. Darunter versteht man in der Geologie und Geomorphologie unterirdische Geländeformen (Karsthöhlen) und oberirdische Geländeformen (Oberflächenkarst) sind, die durch die korrosive Wirkung des leicht säurehaltigen Grundwassers auf den löslichen Kalkstein verursacht werden.

Selbst in dieser harten Umgebung, wo die relative Feuchtigkeit stets beinahe 100 Prozent beträgt, gelang es den Plus 2 TGP-4500 Datenloggern, zuverlässig sogar Temperaturschwankungen von tausendsteln Grad Celsius in der Luft- und Gesteinstemperatur der Höhlen zu erfassen.

Die Analyse der aufgezeichneten Daten zeigte halbtägige Temperaturzyklen, mit Mindesttemperaturen am späten Morgen und am Abend sowie Höchstwerten am Nachmittag und frühen Morgen. Die Wissenschaftler untersuchten, ob diese Temperaturschwankungen anstatt durch die Temperaturveränderungen an der Oberfläche am Tag und in der Nacht von der Erde oder den atmosphärischen Gezeiten (den Auswirkungen der kombinierten Schwerkraft von Mond und Sonne) hervorgerufen werden könnten. Komplexe statistische Berechnungen ermöglichten dem Team zu erkennen, dass geringe Variabilität in der Temperatur durch atmosphärischen, von der Sonne verursachten Gezeitendruck ausgelöst wird.

Außerdem prüfte das Team, ob die Lufttemperatur auch durch vom Mond hervorgerufenen Gezeiten über Schwankungen in der Gesteinstemperatur verursacht werden könnte. Zu diesem Zweck wurde ein weiterer Tinytag Plus 2 TGP-4020 Datenlogger mit einem externen PB-5001 Messfühler komplett in der Kalksteinwand einer Höhle eingelassen. Der Griff des Messfühlers wurde dabei einzementiert, um sicherzustellen, dass der Messfühler das Gestein über seine gesamte Länge direkt berührt und um ihn von der Atmosphäre in der Höhle zu isolieren.

Die Ergebnisse bestätigten, dass die Gesteinstemperatur die in der Lufttemperatur der Höhle erfasste halbtägige Variabilität nicht widerspiegelte. Die Geologen gehen deshalb davon aus, dass das umgebende Gestein die Lufttemperatur eher in einem monatlichen als einem halbtägigen Zeitrahmen beeinflussen und sich die Mondgezeiten folglich nicht auf die Lufttemperatur in den Höhlen auswirken.

Dr. Virgil Drăgușin berichtet: "Wir verwenden die Tinytags bereits seit Langem und sind mit ihrer Zuverlässigkeit auf diesem Spezialgebiet der Klimaforschung äußerst zufrieden. Bei dieser Studie stellte sich heraus, dass sie sogar noch empfindlicher waren, als wir anhand der Produktspezifikation angenommen hatten. Sie ermöglichten uns sogar, beinahe unmerkliche Einwirkungen der Sonnengezeiten auf die Höhlentemperaturen zu erfassen. Dies könnte durchaus neue Möglichkeiten zur Verwendung dieser Datenlogger auf dem Gebiet der Geodynamik oder Atmosphärenphysik erschließen."

Das Tinytag-Team hat dieses Projekt begeistert unterstützt und erklärt: "Die Höhlenforschung demonstriert wieder einmal, wie ausgezeichnet sich die Plus 2 Datenlogger zur Verwendung in harten Bedingungen und entlegenen Standorten selbst über lange Zeit eignen."

Einen Link zu dem umfassenden Projektbericht finden Sie hier.

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