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Tinytag Datenlogger unterstützen die Arterhaltung der Meeresschildkröten

Tinytag Plus 2 Temperatur-Datenlogger werden zur Erforschung von Schutzmaßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meeresschildkröten in der Karibik eingesetzt.

Die Abteilung für Biowissenschaften an der Universität Swansea lotete in zwei Experimenten aus, wie man kostengünstig und mit geringem technologischem Aufwand den ansteigenden Sandtemperaturen an den Nistplätzen dreier Schildkrötenpopulationen auf der Karibikinsel Sint Eustatius entgegenwirken könnte.

Das Erforschen der Auswirkungen des Klimawandels auf die Meeresschildkröten ist global zur Priorität für die Erhaltung dieser Spezies geworden. Ein Kernproblem ist hier, dass bei Meeresschildkröten dem Phänomen der temperaturabhängigen Geschlechterbildung unterliegen. Das bedeutet, dass das Geschlecht einer Meeresschildkröte von der Temperatur abhängig ist, bei der das Ei ausgebrütet wird. Weibliche Meeresschildkröten entstehen bei höheren Temperaturen, folglich würden bei der erwarteten globalen Temperaturerhöhung von mindestens 2,6 °C bis 2100 auf Sint Eustatius ausschließlich nur noch Weibchen und keine männlichen Meeresschildkröten mehr entstehen. Um die Meeresschildkröten also vor dem Aussterben zu bewahren, müssen Wege gefunden werden, den Folgen dieser steigenden Temperaturen entgegenzuwirken.

Die Forscher platzierten 24 Tinytag Plus 2 TGP-4017 Datenlogger an zwei verschiedenen Stränden zur Messung der Temperaturen genau in der Tiefe, in der die Schildkröten gewöhnlich ihre Eier vergraben. Dr. Nicole Esteban, Dozentin für Meeresbiologie an der britischen Universität Swansea schildert ihre Erfahrungen mit den Tinytags:

"Wir verwenden Tinytag Datenlogger schon seit langem zur Temperaturüberwachung, da sie sich selbst unter extremen Bedingungen - sei es im Sand oder im Wasser - bewährt haben. Wir wissen, dass wir die vorprogrammierten Temperaturlogger unbeaufsichtigt zwei Jahre lang in 70 cm Tiefe am Strand vergraben und uns dann darauf verlassen können, dass sie die Temperaturen zuverlässig genau wie geplant stündlich oder in den jeweils eingestellten Zeitabständen aufzeichnen."

Das erste Experiment wurde über eine Dauer von 69 Stunden durchgeführt und sollte zeigen, welche Art von künstlicher Beschattung in der Lage ist, die Sandtemperatur am effektivsten zu senken. Die mit den Datenloggern erfassten Daten bewiesen eindeutig, dass Palmenblätter dazu am besten geeignet sind und die Temperaturen im Vergleich zu den Kontrollstellen um 0,40 °C reduzierten.

Auch im zweiten Experiment über einen Zeitraum von 46 Tagen wurden Palmenblätter erneut zur künstlichen Beschattung eingesetzt und geprüft, wie sich die drei Faktoren Strand, Ausmaß der Beschattung und Sandtiefe auf die Sandtemperaturen auswirken. Die Ergebnisse zeigten, dass die Sandtemperaturen am Strand von Oranje Baai etwa 2,0 °C höher waren als am Strand von Zeelandia, und dass die Stellen, die von den Palmenblättern künstlich beschattet wurden, durchschnittlich 0,60 Grad kühler waren als die Kontrollstellen. Die Tiefe hingegen hat anscheinend keine Auswirkungen auf die Sandtemperaturen.

Die Ergebnisse beider Experimente erschließen eine optimistische Perspektive für die erfolgreiche Erhaltung der Meeresschildkröten. Verschiedene Schutzmaßnahmen wie eine Verlagerung der Nistplätze von Oranje Baai nach Zeelandia sowie eine Beschattung der Nester mit Palmenblättern würde sich positiv auf das Geschlechterverhältnis auswirken. Die Wissenschaftler schätzen, dass eine Senkung der Temperaturen um 2,5 °C die Entwicklung männlicher Schildkröten von Januar bis März um 4-7 Prozent und von Juni bis August sogar um 60-90 Prozent begünstigen könnte und folglich eine kostengünstige und minimalinvasive Arterhaltung zweifellos durchführbar sei.

In Anbetracht der Tatsache, dass im Laufe des nächsten Jahrhunderts auf Sint Eustatius ein Anstieg der Bruttemperaturen um bis zu 4 °C erwartet wird, kann sich die von den Meeresbiologen der Universität Swansea vorgeschlagene Methode für den Fortbestand der Meeresschildkröten als lebensrettend erweisen.

Weitere Informationen zur Forschungsarbeit von Dr. Nicole Esteban finden Sie hier: https://www.swansea.ac.uk/staff/science/biosciences/n.esteban/name,163293,en.php

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